SV Sparkasse Leobendorf II: 30 Tobias Weichselberger, 04 Deniz Karadas, 05 Phillip Jaksic, 06 Marco Schwarz , 24 Nouel Tobdzic, 07 Tobias Frühwirth⚽⚽ (84.: Luis Pacher), 08 Paul Kratschmayr (84.: Niklas Dressel ), 09 Luca Marschler⚽ (66.: Simon Winter), 10 Elias Groll, 14 Aimen Ghribi⚽ (66.: Tarik Klicic), 19 Lorenz Hafner (74.: David Sorin Topea⚽)
Niederleis: T Andreas Wittmann, 05 Stanislav Skuta ⚽, 14 Dustin Hofmann, 15 Florian Weichselbaum, 16 Peter Uhrinec (58.: Pavel Valent), 17 Marek Svoboda (75.: Alexander Laab), 03 Andreas Fuchsberger, 04 Dominik Halamka, 06 Mathias Bayer, 08 Christoph Klapka, 09 Frantisek Lörinczi (58.: David Coker)
Tore: 1:0 Tobias Frühwirth (6.), 2:0 Aimen Ghribi (12.), 3:0 Luca Marschler (45+2.), 4:0 Tobias Frühwirth (53.), 4:1 Stanislav Skuta (66.), 5:1 David Sorin Topea (90+3.)
Gelbe Karte: 33.: Marco Schwarz(Unsportl.) , 35.: Stanislav Skuta(Foul) , 37.: Peter Uhrinec(Unsportl.) , 90+3.: Niklas Dressel(Foul)
Rote Karte:
Gelb-Rote Karte:
Sportplatz Leobendorf SV Samstag, 26. September 2026 um 18:45, Daniel Pelic, 156
"Entscheidend war, wie wir gestartet sind" – Niederleis erlebt in
Leobendorf einen frühen Bruch
Bericht von Ligaportal.at
In
der 1. Klasse Nordwest hat SV Leobendorf II am Samstag in Runde sieben den USV
Niederleis mit 5:1 besiegt. Für Gäste-Trainer Markus Wolf war die Sache früh
angelegt. "Entscheidend war, wie wir gestartet sind", sagte er nach dem
Spiel und verwies auf den schnellen 0:2-Rückstand, der den eigenen Plan,
möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben, schon in der Anfangsphase zerstörte.
Früher Doppelschlag stellt alles auf den Kopf
Der
Matchplan der Niederleiser war eigentlich klar: kompakt stehen, lange die Null
halten und dem Tabellenführer auswärts so wenig Räume wie möglich geben. Genau
das ging aber in den ersten Minuten schief. Tobias Frühwirth brachte Leobendorf
in der 6. Minute in Führung, nur wenig später legte Aimen Ghribi in der 12.
Minute das 2:0 nach. Für Markus Wolf war damit sehr früh zu sehen, wohin der
Abend laufen würde. "Wir haben gewusst, dass wir einen sehr guten Tag
brauchen, wenn wir in Leobendorf etwas mitnehmen wollen", sagte der Trainer.
Umso bitterer sei gewesen, dass man "gleich früh 0:2 hinten ist". Gegen
eine Mannschaft dieser Qualität sei so ein Start kaum aufzufangen, zumal
Niederleis damit genau das Gegenteil von dem erlebt habe, was man sich
vorgenommen hatte.
Gäste lassen ihre beste Phase ungenutzt
Ganz aus dem Spiel war Niederleis nach dem Fehlstart aber nicht. Wolf sah bis
kurz vor der Pause sogar eine Phase, in der seine Mannschaft besser hineinfand
und selbst Druck aufbauen konnte. "Nach dem 0:2 haben wir eine richtig gute
Phase gehabt", sagte er. Leobendorf habe etwas mehr Spielraum gegeben,
Niederleis sei aktiver geworden und habe sich auch Chancen erarbeitet. Ein
Lattenpendler und zwei Möglichkeiten von Frantisek Lörinczi blieben laut Wolf
aber ungenutzt. Gerade in dieser Phase hätte die Partie aus seiner Sicht noch
einmal enger werden können. Statt mit dem 0:2 in die Kabine zu gehen und sich
damit zumindest eine Tür offen zu halten, kassierten die Gäste in der
Nachspielzeit durch Luca Marschler noch das 0:3. Wolf sprach davon, dass seine
Mannschaft kurz vor der Pause nicht clever genug gewesen sei.
Leobendorfs Tempo gibt weiter den Takt vor
Mit dem 3:0 zur Pause war
die Partie praktisch schon in klare Bahnen gelenkt, und nach dem zweiten Treffer
von Tobias Frühwirth in der 53. Minute war die Sache endgültig entschieden. Dass
Stanislav Skuta in der 66. Minute für Niederleis auf 1:4 verkürzte, änderte am
Kräfteverhältnis dieses Abends nichts mehr. In der Nachspielzeit setzte David
Sorin Topea mit dem 5:1 den Schlusspunkt. Wolf ordnete die Leistung des Gegners
sehr deutlich ein und sprach von einer Mannschaft, die für ihn über das Niveau
dieser Liga hinausgeht. "Leobendorf ist die stärkste Mannschaft in dieser
Liga", sagte der Niederleis-Coach. Besonders das Tempo habe ihn
beeindruckt: "Sie haben bei jedem Pass Schärfe, sie haben Bewegung ohne
Ball, gegen den Ball und mit dem Ball. Da schwächelt keiner." Auf dem
großen Platz sei das für seine Mannschaft am Ende zu viel gewesen.
Der Blick geht sofort Richtung Nappersdorf
Trotz der klaren
Niederlage wollte Wolf nicht alles schlechtreden, verschwieg aber auch die
Dauerbaustelle seiner Mannschaft nicht. Er verwies darauf, dass Niederleis früh
wechselte und dabei schon die nächste Aufgabe im Heimspiel gegen USV Nappersdorf
im Blick hatte. "Das war für uns ein Bonusspiel", sagte er und
erklärte, dass man einzelne Spieler bewusst schonte, um für die kommende Woche
kein Risiko einzugehen. Gleichzeitig wurde der Trainer bei der Analyse deutlich:
"Wenn du jede Woche in zehn Minuten ein oder zwei Tore kriegst, dann ist es
eindeutig irgendwo zu wenig." Genau dort müsse Niederleis nun ansetzen.
Einen Nebenkriegsschauplatz rund um den Unparteiischen machte Wolf nicht auf, im
Gegenteil: Er sprach von einer fairen Partie auf beiden Seiten. Der Schlusssatz
fiel entsprechend nüchtern aus: "Unser Fokus liegt auf den nächsten Spielen.
Dann schauen wir, dass wir nächste Woche wieder punkten."
Quelle: ligaportal.at