8. Runde
Wiener Sport - Club : SV Sparkasse Leobendorf 1:2 (1:0)

Wiener Sport - Club: 01 Christoph Haas, 18 Sam Schutti, 23 Filip Drljepan, 24 Kerim Abazovic, 25 Paul Sahanek   (65.: Marko Grubesic), 05 Kürsat Güclü  , 07 Konstantin Kerschbaumer  , 08 Nicholas Wunsch, 11 Eren Keles⚽ (65.: Samuel Oppong), 20 Rocco Sutterlüty (78.: Floris Van Zaanen), 21 Darijo Pecirep (78.: Rene Kriwak)

SV Sparkasse Leobendorf: 01 Maximilian Sulek, 02 Oliver Stuchetz, 04 Niklas Streimelweger, 23 Mario Pavelic, 07 Dusan Lazarevic, 08 Tobias Kerschl (72.: Marco Hofer  ), 17 Hakan Gökcek (83.: Eron Terziu), 22 Luka Mirkovic⚽, 09 Tobias Fischer, 10 Tobias Pellegrini (72.: Miroslav Beljan), 11 Felix Orgolitsch⚽

Tore: 1:0 Eren Keles (26.), 1:1 Luka Mirkovic (58.), 1:2 Felix Orgolitsch (90+2.)
Gelbe Karte: 38.: Kürsat Güclü(Unsportl.) , 45.: Konstantin Kerschbaumer(Foul) , 51.: Paul Sahanek(Unsportl.) , 81.: Marco Hofer(Unsportl.)
Rote Karte:
Gelb-Rote Karte:
Sportclub-Platz Freitag, 18. September 2026 um 19:30, Tobias Unger, 3800

>> Bericht bei oefb.at >>

Last-Minute-Jubel: Orgolitsch brachte fast 4.000 Fans zum Schweigen
Bericht von Peter Sonnenberg

Leobendorf gewann zum zweiten Mal in Folge, diesmal wurde Titelanwärter Wiener Sport-Club in letzter Minute geschlagen. Dabei zündete „Rakete“ Felix Orgolitsch in der Nachspielzeit.
Nach dem Befreiungsschlag gegen Mattersburg wollten die Leobendorfer auch beim Titelmitfavorit nachlegen, der in seinem neuen Stadion noch kein Heimspiel verlor in der laufenden Spielzeit. Weit über 3.500 Fans sorgten für eine fantastische Stimmung und den Weinviertlern gelang es auch, schwungvoll in diese Partie zu starten und zunächst auch das größere Chancenplus zu haben.

„Wir hatten mehrere Möglichkeiten aus Umschaltmomenten, die wir dann aber leider nicht gut zu Ende gespielt haben“, fand SVL-Trainer Lukas Fürhauser. Und wie es im Fußball oft so ist, ging der Dornbacher Traditionsverein mit dem ersten guten Angriff in Führung: Die Wiener kombinierten sich von einer Seite zur anderen, der Ball landete bei Eren Keles, der durch die Beine von Tobias Kerschl - und deshalb schwer zu halten für Tormann Maximilian Sulek - zum 1:0 traf.

Danach übernahm der WSC das Kommando, spielte schnell und flüssig, hätte in dieser Phase durchaus auf 2:0 erhöhen können. Ein Knackpunkt war kurz vor der Pause auch eine Heldentat von Mario Pavelic, der beim Reinrutschen mit einem Block Darijo Pecirep daran hinderte, ins leere Tor einzuschieben.

Verdienter Ausgleich, verpasste Chancen und ein Happy-End
Nach Wiederanpfiff waren es aber wieder die Leobendorfer, die besser aus den Kabinen kamen: Zunächst eine Chance nach einem Eckball, danach der 1:1-Ausgleich: Luka Mirkovic schloss außerhalb des Sechzehners ab, sein Schuss ging flach genau neben der Stange ins lange Eck.

Und kurze Zeit später hätte es noch besser kommen können: Ein weiter Abschlag von Pavelic, die Heimverteidigung verschätzte sich total und Tobias Fischer lief alleine auf Sportclub-Goalie Christoph Haas zu - und scheiterte. „Ein Tausender“, seufzte Fürhauser. „Wir haben nach der Horn-Partie in diesem Spiel die meisten Abschlüsse gehabt. Ich habe nur gehofft, dass sich das nicht rächt ...“

Vor allem, weil die Wiener in der Schlussphase wieder stärker wurden, selbst eine Druckphase hatten und zu Chancen, u.a. von Ex-Profi Konstantin Kerschbaumer, kamen. Doch den Schlusspunkten setzten die Gäste: Der agile Felix Orgolitsch zog von der rechten Seite auf, zog mit Tempo in Richtung Sechzehner und schloss von der Strafraumgrenze durch die Beine von Haas ab - Endstand 2:1.

Danach verstummte die legendäre Friedhofstribüne kurz, ehe es für die Leobendorfer Applaus gab - auch von den vielen SVL-Fans, die den Weg nach Hernals mitmachten. Fürhauser war danach happy: „Ein Gänsehautmoment.“

Quelle: noen.at/meinfussball