SV druckmittel.at Gloggnitz: T Christopher Stadler, 03 Lukas Grgic (66.: Moritz Leo Kneißl), 13 Gerald Peinsipp, 19 Sebastian Schwarz, 26 Raphael Holzhauser, 08 Emmanuel Kande (52.: Mathias Gruber), 54 Roman Kerschbaum , 71 Jonas Borkowski (HZ.: Patrick Handler), 99 Gevorg Saribekyan (HZ.: Lind Hajdari), 27 Josef Pross, 44 Antonin Svoboda⚽ (59.: Nelson Prenner)
SV Sparkasse Leobendorf: 01 Maximilian Sulek, 04 Niklas Streimelweger, 05 Michael Lechner , 23 Mario Pavelic, 25 Armin Pester, 07 Dusan Lazarevic, 08 Antonio Paric (70.: Oliver Pranjic), 17 Hakan Gökcek, 19 Marco Hofer, 22 Luka Mirkovic (60.: Bernhard Hahn), 20 Eron Terziu (76.: Thomas Stift)
Tore: 1:0 Antonin Svoboda (57.)
Gelbe Karte: 67.: Antonio Paric(Unsportl.) , 79.: Daniel Horvath(Kritik) , 90+3.: Roman Kerschbaum(Foul) , SE.: Michael Lechner(Kritik)
Rote Karte: 58.:
Lukas Fürhauser (TR) (Kritik)
Gelb-Rote Karte:
Krammer-Arena, in Gloggnitz Donnerstag, 30. April 2026 um 19:30, Hamid Topuz, 700
>> Bericht mit 48 Fotos auf noen.at >>
Gloggnitz gewinnt Spitzenspiel: Svoboda mit Goldtor gegen Ex-Verein
Bericht von Malcolm Zottl undvDominik Siml
Über weite Strecken war das
Ostliga-Gipfeltreffen ein Abtasten. Nach einer knappen Stunde brachte Antonin
Svoboda Gloggnitz in Führung. Leobendorf-Trainer Lukas Fürhauser flog mit Rot.
In der hektischen Schlussphase brachte der Tabellenführer den knappen Vorsprung
recht sicher über die Zeit.
Der Tabellenführer empfing den ersten
Verfolger. Es war angerichtet für ein vorentscheidendes Duell im Titelkampf. Mit
einem Auswärtssieg würden die Leobendorfer bis auf einen Zähler an die
Gloggnitzer heranrücken und nach Verlustpunkten sogar vorbeiziehen. Doch das
bisherige Frühjahr sprach klar für die Hausherren. Die Stössl-Elf machte 2026
ganze 14 Punkte mehr als der SVL.
Die erste Hälfte war durchaus intensiv,
aber von Taktik geprägt. Echte Hunderter blieben aus. Leobendorf setzte sich
zuerst mit einer Standardserie rund um den Gloggnitzer Strafraum fest, ehe sich
die Alpenstädter spielerische Vorteile erarbeiteten und zwischen Minute zehn und
zwanzig viel Druck ausübten. Nach einem Holzhauser-Corner feuerte Jonas
Borkowski den zweiten Ball in den Abendhimmel.
Gloggnitz etwas
näher an der Führung
Nur wenige Augenblicke später ließ Josef Pross
Leobendorfs Michael Lechner stehen. Antonio Paric klärte den Querpass vor die
Füße von Emanuel Kande, der links am Kasten vorbeischoss. Auf der Gegenseite
bugsierte Eron Terziu eine Hereingabe unter Bedrängnis über die Latte. Ein
Stanglpass von Marco Hofer landete direkt in den Armen von SVG-Keeper
Christopher Stadler.
Kurz vor der Pause tauchte dann Gloggnitz noch
zweimal gefährlich im gegnerischen Sechzehner auf. Antonin Svoboda setzte sich
im Laufduell gegen Lechner durch, allerdings fehlte beim Abschluss der Platz um
die Kugel an Leobendorf-Schlussmann Maximilian Sulek vorbeizubringen. In Minute
42 segelte ein (wohl abgerissener) Schupfer knapp über das lange Eck. Summa
summarum war Durchgang eins wenig spektakulär.
Strittig: Svoboda
bricht mit Goldtor den Bann
Nach dem Seitenwechsel klärte zunächst
Holzhauser als letzter Mann, danach Stadler bei einer Hereingabe mit Problemen.
Auch wenn nicht viel passierte, es lag Spannung in der Luft und nach einer
Stunde wurde es dann richtig turbulent. Pross gewann wieder das Laufduell,
sicherte den Ball und setzte den Ex-Leobendorfer Svoboda ein, der drückte das
Spielgerät über die Linie. Gloggnitz jubelte über das 1:0, während Leobendorf
außer sich war. „Für uns war es ein Foul von Pross gegen Lechner. Er schiebt ihn
klar weg“, hielt SVL-Coach Lukas Fürhauser fest.
Der Trainer flog dann
auch noch von seiner Ersatzbank, weil er das Spielfeldbetreten haben soll. „Ich
bin mir aber sicher, dass ich das nicht getan habe“, so Fürhauser im Nachgang.
Währendessen wurde Torschütze Svoboda am Platz behandelt und musste
schlussendlich auch raus. Der Treffer war die letzte Aktion des Tschechen.
Chancen auf beiden Seiten: Plötzlich geht's hin und her
In den Minuten danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen
hüben wie drüben. Mario Pavelic forderte mit einem Distanzschuss Stadler. Auf
der Gegenseite zog Pross von rechts quer. Sulek wehrte zur Ecke ab. Der Tormann
war auch beim folgenden Direktcorner von Holzhauser zur Stelle. Am anderen Ende
des Feldes spielte Lukas Grgic einen haarsträubenden Fehlpass, bei dem sich Eron
Terziu zu viel Zeit ließ und noch vom Ball getrennt wurde.
Gut 20 Minuten
vor dem Ende gab es nach einem Foul an Grgic Freistoß aus aussichtsreicher
Position. Der Versuch von Holzhauser wurde geblockt. Der Abpraller wurde aber
zur idealen Vorlage für Lind Hajdari, der von halbrechts am langen Eck
vorbeischoss. Zur gleichen Zeit zog Gloggnitz-Trainer Edi Stössl auch schon
seinen fünften und letzten Wechsel (68.) und dann brachte Leobendorf für die
letzten 20 Minuten Oliver Pranjic, der angeschlagen nicht fit für 90 Minuten
war.
Leobendorf gelingt der Lucky Punch nicht mehr
Gloggnitz war in dieser Phase dem zweiten Treffer näher. Es fehlte aber die
Präzision beim letzten Pass oder die Genauigkeit beim Abschluss. In der
Schlussphase war dann beiden Mannschaften die Nervosität anzumerken. Gloggnitz
zog sich etwas zurück. Die Gäste nahmen das Heft in die Hand, doch echte
Möglichkeiten blieben aus. Lechner gab in Minute 84 einen Warnschuss aus der
zweiten Reihe ab. Stadler musste den harmlosen Distanzschuss nur aufnehmen.
Rund vier Minuten später verhinderte Schlussmann Sulek bei einem
Holzhauser-Freistoß die vorzeitige Entscheidung. In der Nachspielzeit kam der
Gäste-Goalie dann mehrmals mit nach vorne. Eine Großchance auf den Lucky Punch
fand der Herbstmeister nicht mehr vor. Beim Schlusspfiff von Schiedsrichter
Topuz brachen dann auf Gloggnitzer Seite alle Dämme. Die SVG baut die
Tabellenführung vorerst aus und geht als Spitzenreiter in die spielfrei Runde.
Leobendorf ist nach Verlustpunkten nun schon sieben Zähler zurück. Die Chancen
auf die Meisterschaft sinken weiter.
Stimmen zum Spiel
Gloggnitz-Trainer Edi Stössl: „Erste Hälfte war es keine gute Partie von
beiden Seiten. In der zweiten Hälfte war es besser. Ich glaube trotzdem, dass
wir die spielbestimmendere Mannschaft waren. Wir haben mehr Druck nach vorne
gemacht und sind mit einem super Tor, aus meiner Sicht war es kein Abseits,
verdient in Führung gegangen. Es waren danach Umschaltmomente, defensiv wie
offensiv. Leobendorf hat eine hohe Qualität. Sie sind nicht irgendwer. Meine
Mannschaft hat das heute aber sehr gur verteidigt. Das war auch der Schlüssel
zum Erfolg, wie schon in Leobendorf im Herbst, als wir auch 1:0 gewonnen haben.“
Leobendorf-Coach Lukas Fürhauser: „Wir haben gewusst, dass sie viele
lange Bälle spielen und mit ihrer individuellen Qualität vorne kommen. Im
letzten Drittel fehlt uns nach wie vor die Durchschlagskraft und Raffinesse.“
Quelle: noen.at/meinfussball