SV Sparkasse Leobendorf: 01 Maximilian Sulek, 04 Niklas Streimelweger, 05 Michael Lechner (70.: Thomas Stift), 23 Mario Pavelic, 25 Armin Pester, 07 Dusan Lazarevic, 17 Hakan Gökcek⚽, 19 Marco Hofer (25.: Sinan Kesimal), 22 Luka Mirkovic , 24 Manuel Botic (49.: Oliver Pranjic), 20 Eron Terziu (70.: Francesco Lovric)
Retz: 99 Matteo Hotop, 03 Abdullah Alhassan, 06 Yusuf Dogan, 07 Nico Schmid, 08 Oktay Yendi, 11 Fatlum Kreka , 12 Niklas Hacker , 17 Tolga Öztürk, 18 Christopher Ledineg , 19 Seth Paintsil (67.: Christian Baier), 21 Christian Mijatovic (67.: Eghosa Osarodion)
Tore: 1:0 Hakan Gökcek (4.)
Gelbe Karte: 28.: Fatlum Kreka(Unsportl.) , 59.: Niklas Hacker(Unsportl.) , 66.: Luka Mirkovic(Unsportl.) , 71.: Christopher Ledineg(Foul)
Rote Karte:
Gelb-Rote Karte:
Sportplatz Leobendorf SV Samstag, 9. Mai 2026 um 16:30, Mag. Matthias Wilfried Lenz, 219
>> Bericht mit 126 Fotos auf noen.at >>
Frühes Tor entschied Weinviertel-Derby
Bericht von
Dominik Siml
Retz bleibt in Leobendorf ohne offensive Durchschlagskraft,
hätte in letzter Sekunde aber fast noch jubeln können.
Leobendorf - Retz 1:0.
Alles war angerichtet für ein tolles Weinviertel-Derby, volle Ränge und
herrliches Frühlingswetter. Während bei den Hausherren Trainer Fürhauser nach
seiner roten Karte in Gloggnitz auf der Tribüne Platz nehmen musste und von
Roman Wagner vertreten wurde, fiel bei den Gästen Abwehrchef Daniel Murtinger
aus, der sich unter der Woche beim Training einen Knöchelbruch zuzog.
Und
in den Anfangsminuten merkte man sein Fehlen, die Leobendorfer begannen
schwungvoll, waren spielerisch besser und spritziger. Keine vier Minuten waren
gespielt, ein schöner Angriff über die rechte Seite, ein Pass in den Strafraum
und Hakan Gökcek spitzelte den Ball an Tormann Matteo Hotop vorbei zur
1:0-Führung.
In dieser Tonart ging es weiter, Manuel Botic mit einem
schönen Schuss und einem weiteren Hunderter nach einem Patzer von Abdullah
Alhassan, in dessen Folge er den Ball am Tor vorbeispitzelte. Und die Retzer?
Hatten erst nach 30 Minuten ihren ersten Torschuss, blieben trotz engagiertem
und kämpferischem Auftritt, offensiv harmlos. Mit Fortdauer der ersten 45
Minuten war das dann auch bei den Leobendorfern der Fall, nicht nur einmal war
auf den Tribünen zu hören: „Ein klassischer Sommerkick ...“
Osarodion-Debüt als Retzer Lichtblick
Nach Seitenwechsel wurde es
nicht besser, irgendwie hatte man das Gefühl, dass sich keiner der beiden Teams
mehr wehtun wollte. Erfreulich aus Retzer Sicht: Eghosa Osarodion, der im Winter
kam und seitdem nicht matchfit war, feierte einen Tag nach seinem
45-Minuten-Debüt in der 1. Klasse bei der zweiten Mannschaft nun auch seine
RLO-Premiere.
Auf dem Spielfeld gab es sonst kaum Highlights: Eine Chance
des eingewechselten Thomas Stift, eine Retzer Möglichkeit, die SVL-Goalie
Maximilian Sulek hielt, und ein herrlicher Freistoß von Oliver Pranjic an die
Latte waren noch die einzigen Aufreger. Bis tief in die Nachspielzeit: Da gab es
noch einmal Freistoß für Retz und der Ball segelte auf die rechte Seite, wo er
nach links gespielt wurde und Goalie Hotop, der mitaufrückte, sowie ein
Mitspieler fast noch den Ausgleich erzielt hätten.
Die Stimmen
zum Spiel
Lukas Fürhauser (Trainer, SV Leobendorf): „Für mich
war es ungewohnt nicht auf der Bank zu sitzen, aber auch von der Tribüne aus war
es kein Leckerbissen, es hat mich sehr stark an die Partie im Herbst in Retz
erinnert (Anm.: ebenfalls 1:0). Wir hätten uns das Leben aber auch leichter
machen können.“
Zum Titelrennen: „Wir wollten gewinnen, dass wir
die Chance da noch am Leben lassen. Wir haben noch schwere Partien vor uns, aber
die anderen auch.“
Werner Mischling (Sektionsleiter, SC Retz):
„Sie waren ein wenig stärker, auch weil wir so viele Ausfälle hatten, ohne die
halbe Verteidigung und den gesamten Sturm spielen mussten. Letztendlich war das
frühe Tor schon die Entscheidung, auch wenn ich meinte, dass wir in Anbetracht
der Personalsituation jetzt nicht unzufrieden sein dürfen. Immerhin ist
Leobendorf ja Tabellenzweiter und nicht irgendwer.“
Quelle: noen.at/meinfussball