28. Runde
Spillern : SV Sparkasse Leobendorf II 2:0 (1:0)

Spillern: T Patrick Purtscher, 03 Dominik Karlovic, 05 Denis Sperlic, 06 Anes Dzilic, 13 Maximilian Jäger, 04 Tobias Piringer⚽ (74.: Tim Pidner), 09 Philip Frithum⚽, 11 Adin Salihovic  , 17 Michael Gihl, 10 Mahir Selimovic, 20 Alexander Astl  

SV Sparkasse Leobendorf II: 30 Daniel Luger, 04 Deniz Karadas  , 05 Phillip Jaksic  , 06 Marco Schwarz, 13 Simon Winter (65.: Thomas Klaus), 20 Marco Weidener, 09 Luca Marschler (53.: Tobias Frühwirth), 10 Elias Groll, 19 Lorenz Hafner   (90.: Luis Pacher), 22 Stefan Hold (90.: Niklas Dressel), 11 Thomas Stift

Tore: 1:0 Philip Frithum (29.), 2:0 Tobias Piringer (47.)
Gelbe Karte: 40.: Adin Salihovic(Foul) , 66.: Deniz Karadas(Foul) , 75.: Lorenz Hafner(Foul) , 84.: Alexander Astl(Foul) , 90+1.: Phillip Jaksic(Foul)
Rote Karte: 66.: Christian Malek (TR) (Unsportl.)
Gelb-Rote Karte:
Sportplatz Spillern SV Marienhofstraße Freitag, 29. Mai 2026 um 19:30, Arif Ünlü, 177

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Spillern trotzt Trainer-Ausschluss und bekämpft das Abstiegsgespenst
Bericht von Peter Sonnenberg

Drei Runden sind noch zu spielen und während der Meisterkampf schon entschieden ist, geht es im Keller noch heiß her. Eines der Teams, das den Gang in die 2. Klasse unbedingt vermeiden möchte, ist der SVS, welcher gegen Topteam Leobendorf II einen immens wichtigen Sieg einfahren konnte.

Leobendorf II ging als Tabellenzweiter als haushoher Favorit ins Spiel, bekam jedoch zunächst überhaupt keinen Zugriff. Spillern stand sehr stabil und verhinderte jegliche Tormöglichkeiten des Gegners. In der Mitte der ersten Halbzeit eröffnete sich dann die erste gute Möglichkeit für Spillern, Leobendorfs Torwart Daniel Luger lenkte einen Weitschuss mit den Fingerspitzen aber noch ab. Das 1:0 fußte auf einen sehr guten Umschaltmoment, in Folge dessen Philip Frithum freigespielt wurde und den Ball trotz verstellter Sicht präzise neben der Stange zum 1:0 platzierte (29.).

Die Gäste kamen das gesamte Spiel über nicht in Tritt, was auch daran lag, dass Spillern jegliche Angriffe unterband und das Mittelfeld dominierte. „Wir haben ihnen im Mittelfeld den Schneid abgekauft und sie gut vom Tor ferngehalten“, lobte Trainer Christian Malek sein Team im Nachgang der Partie. Die Hausherren kamen noch zu zwei weiteren guten Möglichkeiten per Kopf, welche aber knapp das Tor verfehlten. Mit einem über weite Strecken ungefährdeten 1:0 für die Gastgeber ging es dann auch in die Kabinen.

Großer Schiedsrichter-Ärger – Spillern-Coach sieht Rot
Nicht lange dauerte es nach Wiederanpfiff, bis Spillern auf 2:0 erhöhte. Nach einer Kontersituation landete ein Schuss zunächst an der Innenstange, ging von dort an die Außenstange und abschließend vor die Füße des 18-jährigen Tobias Piringer, der zum 2:0 versenkte (47.). Leobendorf drückte ab da etwas mehr aufs Gaspedal und probierte alles Mögliche, um noch etwas Zählbares mitzunehmen; aufgrund der weiterhin perfekt eingestellten Spillern-Mannschaft aber vergebens.

Das mit Abstand größte Highlight des Spiels ereignete sich aber in Minute 66, als Spillerns Trainer Malek mit glatt Rot auf die Tribüne geschickt wurde. Laut Schiedsrichter habe sich der Trainer zu weit aus seiner Coachingzone entfernt.

Malek erklärte die Situation danach wie folgt: „Ich habe mich aufgeregt, dass der Schiedsrichter sich nicht für den Gesundheitszustand der Spieler interessiert hat und wollte ihn mit einem lauten „Schiri“ auf einen am Boden liegenden Spieler hinweisen. Dabei kam ich leicht aus meiner Coachingzone raus, war aber nicht auf dem Spielfeld.“ Sportlich passierte bis zum Schlusspfiff nur mehr wenig, wodurch Spillern mit dem 2:0 immens wichtige Punkte im Abstiegskampf mitnahm.

Die Stimmen zum Spiel
Christian Malek (Trainer SV Spillern): “Wir wussten, dass Leobendorf sehr wuchtig ins Spiel kommt und haben gut dagegengehalten. Schlussendlich war es ein verdienter Sieg. Wir haben super performt, keiner hat ausgelassen. Der Schiedsrichter war gut bis mäßig, von unserer Seite nicht spielentscheidend. Er wollte hier wohl ein Exempel statuieren, ich habe auch danach nicht das Gespräch mit ihm gesucht. Als Trainer und Spieler bist du den Schiedsrichtern ausgeliefert. Das geht so nicht.“

Marco Weidener (Spieltertrainer SV Leobendorf II): „Wir waren diesmal die klar schwächere Mannschaft und haben verdient verloren. Es hat in jeder Hinsicht zu viel gefehlt, so gewinnst du kein Derby. Summa summarum einfach zu wenig.“

Quelle: noen.at/meinfussball