SV Sparkasse Leobendorf II: 01 Clemens Müller, 04 Deniz Karadas, 06 Marco Schwarz, 13 Simon Winter (55.: Tarik Klicic⚽), 20 Marco Weidener, 07 Tobias Frühwirth ⚽⚽, 08 Benjamin Hahn (20.: Aimen Ghribi ), 09 Luca Marschler⚽, 19 Lorenz Hafner, 22 Stefan Hold, 11 Thomas Stift⚽
Kreuttal: T Christian Schiller, 03 Adis Dzilic (26.: David Göttinger ⚽), 07 Berkan Tan , 08 Tobias Gaunersdorfer⚽, 09 Ali Kaya ⚽, 10 Michael Kures , 11 Florian Ivanitsch , 12 Raffael Maier⚽, 14 Jan Herzig , 15 Oliver Butsch, 27 Tufan Sen
Tore: 0:1 Raffael Maier (6.), 0:2 Tobias Gaunersdorfer (37.), 1:2 Tobias Frühwirth (38.), 2:2 Luca Marschler (66.), 2:3 David Göttinger (71.), 2:4 Ali Kaya (73.), 3:4 Tarik Klicic (75.), 4:4 Thomas Stift (88.), 5:4 Tobias Frühwirth (90.)
Gelbe Karte: 31.: David Göttinger(Unsportl.) , 34.: Berkan Tan(Foul) , 50.: Gerhard Sturm(Unsportl.) , 53.: Aimen Ghribi(Unsportl.) , 54.: Jan Herzig(Unsportl.) , 85.: Tufan Sen(Unsportl.) , 85.: Florian Ivanitsch(Unsportl.) , 90.: Tobias Frühwirth(Unsportl.) , 90+2.: Michael Kures(Foul) , 90+4.: Ali Kaya(Unsportl.) , 90+7.: Simon Winter(Kritik)
Rote Karte:
Gelb-Rote Karte:
Sportplatz Leobendorf SV Freitag, 19. Juni 2026 um 19:30, Gheorghe Adrian Enachi, 200
Neun Treffer! Irres Torfestival bringt Kreuttal den Aufstieg
Bericht von Bernhard U. Wieser
Leobendorf II schlug gegen Kreuttal im
Play-off-Rückspiel fünfmal zu, weil man aber vier Gegentore kassierte, ging es
sich in der Arithmetik mit dem Aufstieg nicht aus.
Wer steigt in die
Gebietsliga auf? Diese Frage wurde am Freitagabend im Spiel zwischen Leobendorf
II aus der 1. Klasse Nordwest und Kreuttal aus der 1. Klasse Nord beantwortet.
Kreuttal reiste mit einem Zwei-Tore-Polster durch den 4:2-Heimsieg an, doch eine
Vorentscheidung sollte das nicht sein. Die 200 Zuschauer erlebte ein
unglaubliches Torfestival.
Schon in der sechsten Minute erlebten die
Heimischen den großen Schock, Kreuttal ging durch Raffael Maier in Führung. Das
Tor hatte beruhigende Wirkung für die Gäste, die danach das Geschehen
kontrollierten. In der 37. Minute schien das Duell um den Aufstieg entschieden
zu sein, Tobias Gaunersdorfer erhöhte auf 2:0. Die Gastgeber gaben sich aber
nicht auf und verkürzten durch Tobias Frühwirth unmittelbar danach. Die Hoffnung
lebte wieder.
Sechs Treffer allein in Durchgang zwei
Nach dem Seitenwechsel hatte Kreuttal zunächst alles im Griff, doch im Laufe der
zweiten Hälfte gingen immer mehr die Kräfte aus. Die Leobendorfer wurden immer
besser und stellten im Rückspiel wieder auf Unentschieden, Luca Marschler traf
in der 66. Minute zum 2:2. Die Gäste waren aber eiskalt und erhöhten per
Doppelschlag auf 4:2, David Göttinger und Ali Kaya (71., 73.) schlugen zu. Aber
wiederum traf Leobendorf kurz nach dem Gegentor selber, der eingewechselte Tarik
Klicic schaffte den Anschluss.
Gegen Ende war es eine Kreuttaler
Abwehrschlacht, wobei das nicht immer sattelfest aussah. Und so war es logisch,
dass die Heimischen erfolgreich waren, in der 88. Minute glich Thomas Stift aus.
Zwei Minuten danach brachte Frühwirth Leobendorf sogar 5:4 in Führung, die
Verlängerung lag in der Luft. Die Mannschaft um Spielertrainer Marco Weidener
warf alles nach vorne und hätte sich fast belohnt. Frühwirth hatte mit einem
Stangenschuss Pech und nach einem Foul an Lorenz Hafner hätte es Elfer geben
können.
„Ein Mentalitätsspiel, wir sind alle an unser Limit
gegangen“
Die Erleichterung war im Lager der Kreuttaler riesengroß,
als der Schlusspfiff ertönte. Sektionsleiter Christoph Hangelmann musste tief
durchschnaufen: „Das war unpackbar, ich bin 15 Jahre älter geworden. Es war
ein richtiges Mentalitätsspiel, wir sind alle an unser Limit gegangen.“ Er
war sich sicher, sein Team hätte in der Verlängerung mit dem Gegner nicht mehr
mithalten können. Und er lobte Leobendorf: „Sie hätten sich den Aufstieg
auch verdient und haben sich als faire Verlierer gezeigt.“ Der Aufstieg
wurden danach bei der „Malle Party“ der Jugend Unterolberndorf gefeiert.
Bei SVL-Sektionsleiter Gerhard Sturm überwog nach Schlusspfiff der Stolz:
„Es ist ein Wahnsinn, was die junge Truppe in diesem Spiel und im ganzen
Frühjahr geleistet hat, das war richtig stark. Heute hat das Glück gefehlt, aber
es geht die Welt nicht unter, es waren zwei Bonusspiele für uns.“ Das Motto
sei nun, in der kommenden Spielzeit voll anzugreifen.
Quelle: noen.at/meinfussball